Hab vorhin eine Doku über jahrhundertealte Bäume gesehen, war das wohltuend. In den alten Stämmen voller Lebenslinien wohnten unendlich viele kleinere und größere Tiere, es war ein richtiges Universum für sich und beim Affenbrotbaum in Simbabwe, der prähistorisch ist, also schon vor Mensch und Kontinenten existierte, sieht es im Winter blattlos so aus, als würden die Wurzeln in den Himmeln ragen, dazu geht die Legende, dass er Gott einmal so verärgert hat, dass der ihn verkehrt herum in die Erde gesteckt hat.

Oh ja, wir brauchen die Natur. Unter einem Baum zu liegen und das Rascheln der Blätter zu hören, den reichhaltigen Sauerstoff einzuatmen, das Spiel von Licht und Schatten in seinen Blättern zu bestaunen, seinen erdigen Duft zu riechen, seine schattige Kühle zu spüren auf meiner Haut, die Frische direkt zu schmecken, geborgen und beschirmt zu sein, das weitet meine Seele und macht solch ein Wohlbehagen und gibt mir die Sicherheit, dass wir seit immer schon miteinander tief verbunden sind, mein Freund, der Baum, und ich. Sind wir doch selber Natur.