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Empathiefähigkeit eingeschränkt

Samsara

Samsara

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Hallo Forengemeinde,

ich möchte als erstes sagen, dass Deutsch nicht meine Muttersprache ist, daher bitte Grammatikfehler wenn möglich ignorieren.

Ich habe eine Komplexe posttraumatische Belastungsstörung, durch Gewalterfahrungen in der Kindheit. Meine Mutter erfuhr Gewalt während der Schwangerschaft, also pränatal. Danach bin ich leider auch in einem gewaltgeprägten Umwelt aufgewachsen. Teilweise bin ich von unterschiedlichen Menschen erzogen worden , und war circa 2-3 Jahre im katholischen Internat , und dort waren Bestrafungen an der Tagesordnung. Es gab auch ein Vorfall wo ich für längere Zeit eingesperrt war. Allerdings sind da Amnesien und ich kann mich an vieles nicht erinnern, und das wird bei schweren Traumatas auch so bleiben. Ich habe sehr viele Jahre Traumatherapien , Körpertherapien hinter mir.



Soziale Kompetenzen, generell die Fähigkeit mit anderen umzugehen musste ich mir hart erarbeiten. Ich habe lange geglaubt, dass ich eine antisoziale Persönlichkeit habe, was sich Gottseidank nicht bestätigt hat (Durch Psychiater) Allerdings fällt es mir schwer wahres Mitgefühl zu empfinden. Jetzt fragt man sich natürlich, was mit wahres Mitgefühl gemeint ist? Ich kann Mitgefühl nachahmen, bzw. fühle schon zum Teil mit aber es fühlt sich an, als wäre meine Empfindungsfähigkeit eingeschränkt. Ich bin in einer Beziehung und mein Partner kann zum Glück damit umgehen.

Ich habe mich deshalb auch bewusst, gegen Kinder entschieden. Ich habe auch wenig Interesse an kleinen Kindern oder Tiere.

Ich arbeite im medizinischen Bereich und muss viel mit Patienten kommunizieren, was ich auch einigermaßen gut kann, aber trotzdem, fehlt da die Tiefe. Ich habe auch keinerlei Freundschaften, und häufig vermeide ich auch nähere Beziehungen, weil ich Angst habe, dass Menschen irgendwann erkennen, dass ich doch nicht mitfühlend bin. Inzwischen ist das so, (Das rede ich mir zumindest ein) Dass ich kognitiv/rational empathisch bin, aber es fühlt sich an als würde ich etwas vortäuschen. was ich zwar nicht tuhe, aber gleichzeitig fühlt man sich schuldig.


Ich kann es schwer begreiflich machen, ich hoffe, Jemand versteht mich.

Danke


Samsara

12.09.2022 22:00 • x 1 #1


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Stromboli

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Liebe Samsara
Danke für deine berührende Schilderung und herzlich willkommen im Forum hier.
Es kommt sehr verständlich rüber, was du schreibst, auch sprachlich!
Ich sag dir einfach, was mir sofort und spontan auffällt und einfällt zu dem, was du über Mitgefühl schreibst, was du nicht oder nur eingeschränkt zu haben glaubst.
Erstens, bei deiner Geschichte wäre es fast ein Wunder, wenn die Fähigkeit mitzufühlen sich gut entwickelt hätte. Das musstest du unterdrücken können, um zu überleben.
Zweitens, hast du den Begriff Selbstmitgefühl schon mal gehört? Für mich selbst (ich habe auch viel von einer K-PTBS) war das einer der ganz wichtigen Türöffner. Das Buch mit dem Titel Selbstmitgefühl würde bestimmt zu den 10 Büchern gehören, die ich behalten würde, wenn ich nur 10 behalten dürfte. Und ehrlich, deine Zeilen wecken bei mir ein starkes Gefühl, es könnte auch dir helfen, erstmal lange und intensiv das Mitgefühl für dich selbst zu pflegen - für andere kommt es dann von allein.
Nochmal danke - und ja, drittens: Aus deinen Worten lese ich einen Menschen, der absolut das Potenzial hat mitzufühlen.
Liebe Grüsse, Stromboli

12.09.2022 22:32 • x 5 #2



Hallo Samsara,

Empathiefähigkeit eingeschränkt

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Samsara

Samsara

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Hallo Stramboli,

ich nehme meine Worte weniger berührend, aber danke fürs erwähnen und auch fürs Willkommen heißen. Das stimmt, ohne Mitgefühl für sich Selbst kann der Mensch auch für andere keins empfinden.
Das Buch ist ja vlt. interessant, schaue ich mir an.



Schöne Grüße
Samsara

13.09.2022 09:28 • #3


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Pilsum

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Guten Morgen Samsara,

wie Du beschreibst, hattest Du einen sehr schwierigen Start in Dein Leben.

Zitat von Samsara:

Soziale Kompetenzen, generell die Fähigkeit mit anderen umzugehen musste ich mir hart erarbeiten.

Das war bestimmt nicht einfach. In einigen Punkten wirst Du anderen da einiges voraus haben. Nur wenige
Menschen können oder wollen sich soziale Fähigkeiten erarbeiten. Du hast das geschafft.

Zitat von Samsara:
Dass ich kognitiv/rational empathisch bin, aber es fühlt sich an als würde ich etwas vortäuschen. was ich zwar nicht tuhe, aber gleichzeitig fühlt man sich schuldig.


Bitte fühle Dich nicht schuldig. Warum denkst Du, Du würdest anderen etwas vortäuschen? Was hast Du
für eine Vorstellung davon, wie mitfühlend ein Mensch anderen gegenüber sein sollte? Du darfst meiner
Ansicht nach schon teilweise eher egoistisch denken.

Zitat von Samsara:
Ich arbeite im medizinischen Bereich und muss viel mit Patienten kommunizieren, was ich auch einigermaßen gut kann, aber trotzdem, fehlt da die Tiefe.


Was würde Dir helfen, wenn Du den Patient mit mehr Tiefe begegnen würdest. Würde Dich das dann selbst
nicht viel mehr belasten?

Zitat von Samsara:
Ich habe auch keinerlei Freundschaften, und häufig vermeide ich auch nähere Beziehungen, weil ich Angst habe, dass Menschen irgendwann erkennen, dass ich doch nicht mitfühlend bin.


Es kann natürlich so sein, wie Du es beschreibst. Möglicherweise gibt es aber andere wichtige Gründe,
warum Du Angst davor hast, Freundschaften und nähere Beziehungen einzugehen.
Sich anderen Menschen gegenüber mehr öffnen kann Angst davor machen, verletzbar und schutzlos zu
werden.

Ich denke, ich verstehe Dich ganz gut. Was ich vermutlich noch nicht ganz verstehe ist.
Was stört Dich an Deiner Art zu denken und zu kommunizieren.
Vermutlich bist Du doch gut, so wie Du bist. Also bleibe auch so. Oder was möchtest Du ändern?

13.09.2022 10:25 • x 1 #4


Samsara

Samsara

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Zitat von Pilsum:
Guten Morgen Samsara, wie Du beschreibst, hattest Du einen sehr schwierigen Start in Dein Leben. Das war bestimmt nicht einfach. In einigen Punkten wirst Du anderen da einiges voraus haben. Nur wenige Menschen können oder wollen sich soziale Fähigkeiten erarbeiten. Du hast das geschafft. Bitte fühle Dich nicht ...



Danke für Deine mitfühlenden Worte... ich denke, was soziale Fähigkeiten angeht, Kenntnisse aneignen usw um andere in bestimmten Interaktionen einschätzen zu können, war schliesslich ein muss, da ich ja ein Teil der Gesellschaft bin auch mich in einem sozialen Gefüge befinde.. da kommt man leider nicht raus, wäre wahrscheinlich auch schwierig. Ich hatte auch das Glück sehr erfahrene Therapeuten zu begegnen, die sich Jahrelang mit schweren Traumatisierungen auseinandergesetzt haben.


Die Frage, "was würde passieren wenn ich Jem. mit mehr Tiefe begegne"? Schwierig, das kann ich nur schwer beantworten. Es berührt mich nicht auf der Herzebene, auch das klingt zu allgemein, aber ich habe im Laufe der Zeit habe ich bemerkt wie Menschen reagieren wenn ein freudiges oder trauriges Erlebnis sie emotional berührt. Aber auch diese Aussage bleibt eher vage, weil Jeder eben ein Individuum ist mit sehr subjektiven Erfahrungen. Ich kann nur sagen, dass vieles bei mir oberflächlich schlummert ohne zu reifen.


Vielleicht spielt auch, wie Du schon sagst, unbewusst die Angst vor Ablehnung eine Rolle.


Keine Ahnung ob das alles Sinn macht, Pilsum... falls ich das alles unverständlich beschrieben habe, einfach ignorieren...

Wie jeder andere versuche ich jetzt an bestimmten Verhaltensweisen zu arbeiten.

Danke fürs schreiben!



Gruß
Samsara

13.09.2022 11:22 • x 2 #5


anir

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Hallo.
Soziale Kompetenzen.
JA.
Da ich als Kind stark stotterte, war das so eine Sache damit.
Bis zum 18. Lebensjahr hat mich das Stottern begleitet, kam extremst dann vor, wenn ich mich
unwohl fühlte.
Unsicherheit, kleines Selbstbewußtsein....
Daher habe ich den Beruf gewählt den ich heute ausübe, gerne mache.
Ich bin Erzieherin im Bereich eins bis sieben Jahre.
Das war anfangs eine große Herausforderung, doch ich bin dabei geblieben.
Menschen sind verschieden.
Es gibt welche die fühlen, wenn sie einen Raum betreten, die Stimmung die dort herrscht.
Manche können fühlen wie es ihrem Gegenüber geht.
Manche sind eher die Kopfmenschen. Diese gehen vieles mit dem Verstand an. Rationaler Typ.
Ich bin in vielen Bereichen eher der Rationale.
Ich denke es liegt auch daran, viele Jahre habe ich Depressionen und da ich meine Gefühlswelt
total weg. Ich weiß dann nicht wie es mir geht. Ich fühle mich nicht, ich kann mich dann
nicht in andere hineinversetzen. Aber ich kenne den Zustand.

16.09.2022 12:01 • #6


Samsara

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Zitat von anir:
Bis zum 18. Lebensjahr hat mich das Stottern begleitet, kam extremst dann vor, wenn ich mich
unwohl fühlte.
Unsicherheit, kleines Selbstbewußtsein....

Danke @anir, dass Du Deine Erfahrungen hier niederschreibst. Das muss sehr schwer gewesen sein, und trotzdem hast Du Deine Berufung gefunden, und hast nicht aufgegeben, das zeigt schon, dass Selbstsicherheit, Selbstvertrauen eben ein Prozess ist die manchmal auch Zeit braucht.

Ich persönlich arbeite nicht gerne mit Menschen, aber ich versuche es... ich brauche Dinge auch rational und klar, teilweise nehme ich auch wahr wenn ein unangenehmes Schweigen herrscht z.B nach eine hitzigen Debatte in der Arbeit. Meistens spreche ich die Leute drauf an, manchmal wird drauf eingegangen, und dann wieder nicht. Ich kann natürlich auch nicht alles immer erklären. Auch ich muss damit umgehen, wenn einige eben nicht alles ausdiskutieren wollen. Ich bin häufig direkt, aber das kommt daher, dass ich sehr ungerne Menschen gefallen möchte, das hört sich zwar erstmal merkwürdig an, aber ich hab dieses Bedürfnis nicht unbedingt Frieden zu schaffen nur damit der andere mich mag, da fühle ich mich schwach! Das lässt sich schwer erklären.. so hat eben Jeder so seine Verhaltensweisen. Ich vermeide auch Gruppen, da bestimmte Dynamiken mich triggern, das hat auch was mit Macht zu tun. Aber die Kehrseite ist, dass man sich innerlich schwach fühlt. Muss noch an diesen Themen arbeiten...



Zitat von anir:
Ich weiß dann nicht wie es mir geht. Ich fühle mich nicht,

Das ist wahrlich nicht leicht... viel Kraft wünsche ich Dir!

Gestern 18:00 • #7


anir

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Danke für deine lieben worte.
Ich bin am liebsten ehrlich.
Das hört sich ja an?
Endweder sage ich was, wozu auch immer, oder ich halte meine Klappe.
Um anderen zu gefallen, ja das passiert mir schon mal, ich erkenne es schnell und setzte mir ein STOP.
Meine Gefühlswelt ist mir in der D. abhandengekommem.
Außerhalb der D., ist diese wieder Hergestellt.
Zu dir:
Nein es wird jetzt, denke ich , nicht unangenehm.
Ich finde, du bist eine, die sich gut selbstreflektieren kann.
Und somit kommst du dir stehts näher.

Heute 05:07 • #8


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Kate

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Zitat von Samsara:
Ich bin häufig direkt, aber das kommt daher, dass ich sehr ungerne Menschen gefallen möchte, das hört sich zwar erstmal merkwürdig an, aber ich hab dieses Bedürfnis nicht unbedingt Frieden zu schaffen nur damit der andere mich mag, da fühle ich mich schwach!

Ich kenne das auch. Ich habe aber über die Jahre ziemlich gut gelernt mich zumindest im sozialen Miteinander soweit anzupassen, dass ich nicht großartig auffalle. Heißt: ich mache ehrliche Komplimente an der richtigen Stelle (im Grunde ist es mir egal, aber Menschen mögen das), ich bin auch schonungslos ehrlich, ich verpacke dies aber ziemlich adäquat (vielleicht nicht immer im Forum, aber auf Arbeit). Ich behalte meine Meinung zu verschiedenen Sachen lieber für mich, wenn ich weiß, das artet aus, oder die anderen können nicht auf meine Erfahrungen zurück greifen, dann bringt es schon mal gar nichts. Ich vermeide grundsätzlich Persönliches preiszugeben.

Zitat von Samsara:
Ich vermeide auch Gruppen, da bestimmte Dynamiken mich triggern, das hat auch was mit Macht zu tun

Gerade bei solchen Gelegenheiten kann man sehr viel lernen. Ich hatte das in der Tagesklinik oder bei sonstigen Klinikaufenthalten sehr gut üben können.

Nach solchen Interaktionen fällt man allerdings in einen komatösen Schlaf, denn das ist auch tierisch anstrengend.

Insgesamt kann ich sagen, mir hilft es mich anzupassen. Ich verbiege mich weder, noch verstelle ich mich, Anpassung ist in meinen Augen nochmal was anderes. Ich werde für einen ziemlich geselligen Typ Mensch gehalten, obwohl ich in meinem Inneren alles andere als gesellig bin. Wahrscheinlich hilft dabei aber auch sehr gut das Abgespalten sein.

Das Wochenende brauche ich dann allerdings Menschenfrei.

Vor 9 Stunden • x 1 #9


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Pilsum

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Zitat von Kate:
Insgesamt kann ich sagen, mir hilft es mich anzupassen. Ich verbiege mich weder, noch verstelle ich mich, Anpassung ist in meinen Augen nochmal was anderes.


Das sehe ich ähnlich.

Vor 8 Stunden • #10


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Pilsum

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Zitat von Samsara:
ich brauche Dinge auch rational und klar, teilweise nehme ich auch wahr wenn ein unangenehmes Schweigen herrscht z.B nach eine hitzigen Debatte in der Arbeit. Meistens spreche ich die Leute drauf an, manchmal wird drauf eingegangen, und dann wieder nicht

Die richtige Mischung finden, von rational denken und gefühlsmäßig denken, finde ich erstrebenswert.

Zitat von Samsara:
Auch ich muss damit umgehen, wenn einige eben nicht alles ausdiskutieren wollen.

Irgendwann sollte es in Streitgesprächen einfach einen Stopp geben. Wenn man versucht, alles auszudiskutieren,
macht man sich es meistens selbst sehr schwer. Und oft gibt es gar kein eindeutiges Ergebnis. Das kann die
Streitenden sogar dazu bringen, den Streit weiter fortzuführen.
Kein klares Ende finden, kann auch daran liegen, weil wir eben gemischt rational und gefühlsmäßig denken.
Rational könnte man vieles ausdiskutieren. Da bleiben aber meistens die Gefühle übrig. Und über Gefühle kann
man schlecht ein Ergebnis ausdiskutieren. Wer etwas bestimmtes so fühlt, fühlt es eben so.

Vor 7 Stunden • x 2 #11


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Jedi

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Hallo

Zitat von Pilsum:
Irgendwann sollte es in Streitgesprächen einfach einen Stopp geben.

Da gebe ich @Pilsum recht, denn wenn erst ein Streitgespräch festgefahren hat, dann macht es auch keinen
Sinn, dies weiterzuführen.
----
Zitat von Pilsum:
Wenn man versucht, alles auszudiskutieren,
macht man sich es meistens selbst sehr schwer.

Ja, auch das stimmt, dass man es sich gegenseitig häufig dann schwerer macht, weil oftmals dann
das eigentliche Thema, worum es geht, sich in der Diskussion auflöst u. später keiner mehr so richtig
weiß, worum es Ursprünglich gegangen ist.
Manchmal sind die Positionen auch so unverrückbar, dass etwas auszudiskutieren auch dann gerne einen
unschönen Verlauf nimmt.
----
Zitat von Pilsum:
Und oft gibt es gar kein eindeutiges Ergebnis.

Genau ! Dann nämlich, wenn man sich von dem ursprünglichen Thema entfernt hat.
-------
Zitat von Pilsum:
Das kann die
Streitenden sogar dazu bringen, den Streit weiter fortzuführen.

Wobei dann der Inhalt im Nirvana sich verflüchtigt !
Dieser wird in der Regel ergebnislos bleiben u. oftmals kann es Verletzungen u. Kränkungen hinterlassen.

Vor 6 Stunden • x 1 #12


Samsara

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Zitat von anir:
Endweder sage ich was, wozu auch immer, oder ich halte meine Klappe.

Ich denke in deinem Beruf, ist Kommunikation ja ein wichtiger Faktor, und ich vermisse manchmal die Aufrichtigkeit, und somit hast Du ein wichtiger Tugend verinnerlicht.

Zitat von anir:
Meine Gefühlswelt ist mir in der D. abhandengekommem.

Was abhanden kommt, kann ja wieder in mini Schritten zurückgewonnen werden?

Vor 1 Stunde • #13


Samsara

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Zitat von Kate:
Ich kenne das auch. Ich habe aber über die Jahre ziemlich gut gelernt mich zumindest im sozialen Miteinander soweit anzupassen, dass ich nicht großartig auffalle. Heißt: ich mache ehrliche Komplimente an der richtigen Stelle (im Grunde ist es mir egal, aber Menschen mögen das), ich bin auch schonungslos ehrlich,

Das ist mir auch bei Dir aufgefallen @Kate.. ich persönlich, schätze das auch.. meistens. Klar, ist das auch von anderen Dingen abhängig, in der Regel, merkt man (Ich) relativ schnell ob Jemand glaubwürdig ist, das gibt mir wiederrum auch Sicherheit (Das meine ich z.B in der Arbeitsphäre).

Vor 1 Stunde • #14


Samsara

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Zitat von Kate:
Gerade bei solchen Gelegenheiten kann man sehr viel lernen. Ich hatte das in der Tagesklinik oder bei sonstigen Klinikaufenthalten sehr gut üben können.

Ja tut man, trotzdem vermeide ich bestimmte Konstellationen, aber das lässt sich nicht immer machen (Berufsbedingt). In der Klinik habe ich in Gruppentherapien teilgenommen, das war am Anfang ein ziemlich harte Zeit... man lernt Aspekte an sich kennen, die man erstmal verarbeiten muss. Aber das weißt Du und viele andere hier ja auch...


Zitat von Kate:
Anpassung ist in meinen Augen nochmal was anderes. Ich werde für einen ziemlich geselligen Typ Mensch gehalten, obwohl ich in meinem Inneren alles andere als gesellig bin.

Anpassung ist wohl eine Grauzone, da verschwimmt vieles, sich Selbst im Blick haben, gleichzeitig, wenn machbar sich auf andere einlassen und zuhören/aufnehmen... aber wahrscheinlich ist das auch nicht Anpassung.. aber so ganz grob gesagt, bin ich auch ein Gruppenwesen, das ist nunmal in meine DNA, aber ich darf mich auch abgrenzen wenn notwendig.. Ich verstehe es wenn Du sagst, dass Du im inneren alles andere als gesellig bist.. das kommt mir sehr bekannt vor @Kate!

Vor 1 Stunde • #15


Samsara

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Zitat von Pilsum:
Irgendwann sollte es in Streitgesprächen einfach einen Stopp geben. Wenn man versucht, alles auszudiskutieren,
macht man sich es meistens selbst sehr schwer.

Vor allem wenn sich die Fronten verhärten und die Emotionen überkochen.. klar da sollte man sich Zeit lassen und das Ganze erstmal abebben lassen..

Danke, fürs Deine Worte!

Vor 1 Stunde • #16


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Kate

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Zitat von Samsara:
Ich verstehe es wenn Du sagst, dass Du im inneren alles andere als gesellig bist.. das kommt mir sehr bekannt vor !

Kommt daher, das man sich einfach nicht zugehörig fühlt. Als wäre man in einer fremden Spezies und kennt die Regeln nicht. Jederzeit ist da die Angst aufzufliegen. Das Andere auch sehen, dass man anders ist.

Vor 1 Stunde • #17


Samsara

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Zitat von Jedi:
das eigentliche Thema, worum es geht, sich in der Diskussion auflöst u. später keiner mehr so richtig
weiß, worum es Ursprünglich

Ganz genau @Jedi.. am Ende entstehen Vorwürfe weil man hochemotional eine Aussage gemacht hat, die man eben bereut. Die Sachkichkeit ist schon längst verflogen!

Vor 1 Stunde • #18



Hallo Samsara,

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Samsara

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Zitat von Kate:
Kommt daher, das man sich einfach nicht zugehörig fühlt.

Oh ja! Für viele ist dieses Ich Bewusstsein so selbstverständlich, es ist meistens in sich schlüssig, bei uns tauchen aus der Ecke, dann irgendeine Stimme oder Verhalten die so garnicht mit dem Rest passt, und so ist man außerhalb der Norm, so empfinde ich es zumindest... aber da ist auch etwas anderes was ich gerne sagen möchte... werde ich aber nicht hier tun, ich meine hier in diesem Thread.

Vor 1 Stunde • #19