7

Dysreguliertes Nervensytem

Lachmalwieder

Lachmalwieder
Mitglied

378
11
230
Wer kennt sich mit o. g. Thematik damit ein wenig aus. Habe mal meine Symptome, die bei mir heute auch wieder verstärkt aufgetreten sind, gegoogelt. Thematik: Warum Weinen nicht möglich ist (emotionale Blockaden). Dysreguliertes Nervensystem: Wenn das Nervensystem in einem Dauer-Alarmzustand ist, wird die Fähigkeit, Emotionen auszudrücken, unterdrückt.

Ich hatte in vergangener Zeit immer die Antidepressiva in Verdacht, wenn ich nicht mehr weinen konnte, dass die Tabletten diese Emotionen blockieren. Ich nehme schon seit Jahren deswegen keine Antidepressiva und nun kann ich aber auch nicht mehr weinen, mir ist nur danach zu Mute, es gelingt mir leider gar nicht mehr. Vielleicht hängt auch alles mit meinem schlechten Schlaf (ein- und durchschlafen) seit gut 3 Wochen zusammen.

x 2 #1


4 Antworten ↓

Fritz
Hi Lachmalwieder
Ich denke nicht, dass Antidepressiva emotionale Blockaden auslöst.
Ich denke weiterhin, dass die Depression dahinter steckt.
Die Depression ist viel mächtiger, als man glaubt.
Sie löst viele Krankheiten aus.
Leider Gottes wird an dem Symptom Depression oft "herumgedoktert",
statt den Auslöser der psychioschen Krankheit zu suchen.
Wenn an dem Auslöser gearbeitet wird, verschwindet die Depression von selber.
Viele Menschen nehmen lieber Medikamente, statt den Auslöser zu verarbeiten.
Mögliche Auslöser sind: Ängste, Minderwertigkeit, Partnerschaft, Eltern und Kinder, Beruf, das Umfeld des Kranken, Überforderung, einfach alles, warum sich das Wohlgefühl nicht einstellt.
Den Auslöser zu verarbeiten, mit Entspannungsübungen, Atemübungen und Meditation.
Es kostet halt Zeit und Überwindung, aber es lohnt sich.
Das ist sehr kompliziert und außerdem kann jeder so leben, wie er es für richtig hält.
Das ist meine Einstellung.
Servus und ein schönes Wochenende!

x 2 #2


A


Hallo Lachmalwieder,

Dysreguliertes Nervensytem

x 3#3


Lachmalwieder
Zitat von Fritz:
Die Depression ist viel mächtiger, als man glaubt.
Sie löst viele Krankheiten aus.
Leider Gottes wird an dem Symptom Depression oft "herumgedoktert",
statt den Auslöser der psychioschen Krankheit zu suchen.

Dankr Fritz für deine Anwort. Gehe ab Ende März in eine Tagesklinik, vielleicht treffe ich dort auf kompetente Ärzte bzw. Therapeuten mit denen ich das "Übel an der Wurzel" packen und bearbeiten kann.

x 1 #3


Nuance
Hmm - ist einem nicht generell häufiger nach Weinen zumute, als das es passiert?
Man kann es nicht erzwingen. Na ja, manche scheinen es auf Kommando zu können...

Traurige Musik...
Alk....

#4


B
Hallo Lachmalwieder,
ich hoffe, dir geht’s Dank der Tagesklinik besser. Das mit dem Weinen ist so eine Sache - ich weine oft und viel und kann es zum Teil überhaupt nicht kontrollieren. Manchmal kullern die Tränen einfach über mein Gesicht, manchmal hab ich regelrechte Weinkrämpfe in Kombination mit Panikattacken. Manchmal reicht ein blöder Kommentar eines Mitmenschen und ich brech in Tränen aus - ob nun aus Wut oder Hilflosigkeit, manchmal auch aus Freude oder Rührung - ich kann die Tränen selten und wenn pberhaupt nur mit grösster Anstrengung zurückhalten. Nur einmal konnte ich nicht mal mehr weinen - da war der Schmerz um den Verlust eines geliebten Menschen zu gross und ich fühle mich selbst wie tot. Ich hoffe nicht, dass du dich fühlst, als wär in dir etwas gestorben und du so versteinert bist, dass keine Tränen fliessen.
Während meines Klinikaufenthaltes hat mir eine Ärztin erklärt, dass sich der seelische Schmerz ein Ventil sucht, damit der Körper loslassen darf und aus einer Starre gelöst wird - und in meinem Fall sind es eben die Tränen.
Ich wünsche dir, dass du dein „Ventil“ finden darfst und es dir bald besser geht. Liebe Grüsse

x 2 #5