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Absolute Schlafprobleme

Monique91

Monique91

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Hallo ihr Lieben ,
Ich weiß einfach nicht mehr weiter .
Vor zwei Jahren bin ich Mutter geworden und war der glücklichste Mensch auf der Welt . Drei Monate später Starb ein Freund bei einem sehr schlimmen Unfall .
Ich habe in der Nacht davon erfahren als ich mein Baby gestillt habe .
Nach der Nacht war nix mehr wie es war .
Plötzlich konnte ich nicht mehr schlafen nix mehr essen und hatte nur noch Panik Angst Zustände .
Meine Frauenärztin meinte dieses Ereignis mit dem Tod habe in mir eine Depression ausgelöst
Es ging Woche und Monate so weiter bis es nicht mehr ohne Tabletten ging, ich keine Nacht mehr geschlafen habe und sehr starke Kopfschmerzen Davon bekam .
Ich habe die Tabletten dann nach einen Dreiviertel Jahr abgesetzt und mir ging es auch wieder sehr gut aber was geblieben ist , ist die absolute Schlafstörung.
Ich werde abends absolut nicht mehr müde und kenne seit einem Jahr das Gefühl nicht mehr vom alleine einschlafen ohne Medikamente und einfach ein Mal durch schlafen .
Ich möchte einfach keine Tabletten mehr nehmen weil es mir ja so sehr gut geht und ich einfach Angst habe , dass ich nie wieder müde werde und einschlafe .
Durch das nicht mehr schlafen hat schon mein Sättigungsgsgefühl ausgesetzt
Ich bin verzweifelt

23.03.2021 19:17 • x 4 #1


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Kate

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Hallo Monique,
und herzlich Willkommen im Forum.

Ich glaube Dein Körper und Deine Psyche haben sich schon so an die Schlafmedikation gewöhnt, dass es sich tatsächlich so anfühlt als geht es nicht ohne.
Die Psyche hat da wahrscheinlich den viel größeren Anteil daran.
Ich habe das Problem ähnlich wie Du.

Ich könnte höchstens sagen, lass sie solange weg, bis Dein Körper unweigerlich den Schlaf braucht, aber das ist nicht alltagstauglich, gerade mit Kind.
Oder Du versuchst auf ein anderes niederschwelligeres Medikament umzusteigen, dann vielleicht nur noch Baldrian etc.
Verstehst Du das Prinzip, was ich versucht habe umständlich zu erklären?

Liebe Grüße Kate

24.03.2021 09:23 • x 3 #2


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Stromboli

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Liebe Monique
Das liest sich verzweifelt. Das Ohnmachtsgefühl, plötzlich und abrupt ist das Leben anders und man fühlt sich etwas ausgeliefert, was übermächtig scheint, ist mir aus anderen Zusammenhängen vertraut.
Hast du oder hat deine Ärztin mal die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass dieses Schockereignis eine tieferliegende Verletzung, womöglich traumatischer Art, in deiner eigenen Geschichte getriggert hat? Dass die Folgen so anhaltend und hartnäckig sind, legt diese Vermutung für mich nahe. Muss nicht sein, aber wenn doch, dann wären psychotherapeutische Mittel notwendig, nur Medikamente lösen dann das Problem nicht bzw machen dich abhängig und kreieren so ein weiteres Problem.
Viel Kraft und alles Gute, Stromboli

24.03.2021 11:40 • x 1 #3


bones

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Nun das mag vielleicht was dran sein. Aber manchmal ist es kluger und auch besser , diese traumaerlebnis nicht wieder auszugraben. Dafür müsste man schon stabil genug sein. Oft ist es halt so, dass man der Meinung ist oder andere Fachärzte das sind, dass damit mehr schaden angerichtet wird als es muss. Ich wäre da etwas vorsichtig.

24.03.2021 13:04 • x 1 #4


Monique91

Monique91

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Bin jetzt bei einer Psychologin weil ich eben keine Tabletten mehr nehmen möchte und ich von Ärzten nur gehört habe , es wäre eben schon chronisch und es gibt eine Krankheit , dass man dann eben nicht mehr schlafen kann . Aber damit kann doch kein Mensch Jahre lang überleben .. also ohne Schlaf und Schlaf mit Tabletten ist doch kein richtiger und gesunder Schlaf .
Ich weis einfach nicht wer oder was da noch helfen kann . Sport , lesen gesunde Ernährung , Baldrian alles habe ich bereits probiert

24.03.2021 13:51 • x 2 #5


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ZeroOne

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Zitat von Monique91:
Bin jetzt bei einer Psychologin weil ich eben keine Tabletten mehr nehmen möchte


Das hört sich gut an!

Hast du mit deiner Psychologin schon mal über das Thema "Schlafhygiene" gesprochen (steckt was anderes dahinter, als man zuerst denkt...)? Das ist eher im Bereich der Verhaltenstherapie anzusiedeln.
Kann aber - meiner bescheidenen Meinung nach - auch eine tiefenpsychologische / psychodynamische Psychotherapie ganz gut ergänzen, um kurz- bis mittelfristig Abhilfe zu schaffen, während man längerfristig in der Therapie an den Ursachen forscht und arbeitet.

Ich persönlich hatte schon 3 "Schlafhygiene-Schulungen" in Therapien. Ehrlich gesagt hilft es mir zum direkten Einschlafen eher wenig, aber dafür sehr gut, mit der Schlaflosigkeit umzugehen. Es gibt aber viele Patienten, die damit auch prima Einschlafen können.

Zitat von Monique91:
Aber damit kann doch kein Mensch Jahre lang überleben ..


Doch.

Ich habe das Problem seit 12 Jahren und richtig massiv seit 10 Jahren.
Diese endlosen Nächte haben mich lange Zeit verrückt und kaputt gemacht, aber im Laufe der Jahre habe ich gelernt, mich damit zu arrangieren und es anzunehmen - mal besser, mal schlechter.

Und Hey: manche dieser Nächte sind gar nicht so uncool - dabei erlebt man so einiges!

LG
ZeroOne

24.03.2021 16:28 • #6


Monique91

Monique91

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Naja ich vermiss es sehr abends müde zu sein und das nicht schlafen können macht sich überall bemerkbar .
Meine Haut sieht einfach schlecht aus .
Ich möchte das keine 10 Jahren haben nicht mehr schlafen zu können

24.03.2021 17:39 • #7


Monique91

Monique91

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Ja ich bin momentan in einer so genannten Verhaltens Therapie .
Hatte aber bis jetzt erst drei Termine .
Musste lange warten bis ich Überhaupt einen Platz hatte .
Depressionen und Schlaf Probleme waren nie ein Thema für mich und dann von einem auf den andern Tag erwischt es einen so sehr . Und keiner aus meinem Umfeld kann es sich nur ansatzweise vorstellen wie es ist nicht müde zu sein und zu schlafen ... habe das Gefühl somit wird einem auch nicht wirklich geglaubt und bewusst wie man doch darunter leidet

24.03.2021 17:41 • #8


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Sebb

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Zitat von Monique91:
Ja ich bin momentan in einer so genannten Verhaltens Therapie . Hatte aber bis jetzt erst drei Termine . Musste lange warten bis ich Überhaupt einen Platz ...



Hallo Monique,

ich hoffe, dass Du Fortschritte machst und drücke Dir die Daumen, dass es ganz bald besser wird.

ich habe seit drei Monaten Durchschlafprobleme, z.T. auch Einschlafprobleme. Ich kann es also nur bedingt nachvollziehen, habe jedoch Angst, dass es immer schlimmer wird. Leider leider die Psyche und der Körper auch darunter und so beginnt die Negativspirale.
Werde jetzt auch versuchen, mir Hilfe zu suchen, um meine Psyche wieder aufzubauen und dadurch wieder zurück zur Normalität und auch zu einem hoffentlich normalem Schlafen zu kommen.

ich drücke Dir die Daumen, dass es ganz bald bei Dir besser wird!

29.03.2021 00:35 • x 1 #9

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