Faul weil ich depressiv bin?

Charlie2

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Hallo,

ich leide seit meiner Kindheit an Depressionen. Jedoch finde ich einiges ungewöhnlich dabei. Ich war eigentlich immer nur dann depressiv, wenn ich etwas unangenehmes machen musste, wie zur Schule zu gehen.
Ich fühlte mich immer sehr kraftlos.

Also gewöhnte ich mir an, morgens Zuhause zu bleiben (die Schule zu schwänzen) und nachmittags meine Kraft für meine Hobbies aufzuheben. Dadurch ging es mir gut.
Dennoch machte mein Umfeld Druck, vor allem, weil ich dann volljährig wurde und zwar die Schule gerade soeben beenden konnte, mich jedoch nicht um eine Ausbildungsstelle bemüht habe. Ich wollte lieber weiterhin ausschlafen und nachmittags meinen Hobbies nachgehen und mich mit Freunden treffen. Das hat mir viel Spaß bereitet.

Leider machte mein Umfeld so einen Druck, dass ich mich in eine Psychiatrie eingewiesen ließ. Dort wurde die Depression bestätigt. Leider wurde dort hauptsächlich mit Medikamenten gearbeitet.
Mit den Medikamenten ging es mir nicht gut, ich hatte ziemlich starke Nebenwirkungen und keine Verbesserung meines Zustandes. Dabei muss ich sagen, dass es mir vorher nicht schlecht ging.

Von mir aus hätte es immer so weitergehen können wie vorher. Ich hatte damals schon geplant, mein ganzes restliches Leben von Grundsicherung zu leben.

Ist das normal, dass man bei einer Depression keinen Leidensdruck hat, aber faul ist?

Gruß, Charlie

10.10.2018 17:09 • #1



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